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ENERGISPARHÄUSER
DRESDEN PAPPRITZ, 1986
Im Auftrag des Bundesministeriums fuer Forschung und Technologie geförderten Projektes sollten Protohaustypen entwickelt werden die ohne eine gravierende Erhöhung der Baukosten den Energieverbrauch auf ein Viertel der in der Wärmeschutzverordnung geforderten Werte reduzieren. Trotz dieser technischen Vorgaben sollten die Wohneinheiten familiengerechten Bedürfnissen entsprechen, eine hohe wohnliche Qualität und gut nutzbare Grundrisse vorweisen. Bei diesem deutsch-schwedischen Gemeinschaftsprojekt konnte die langjährigen Erfahrungen der Schweden mit der in ihrem Land üblichen Holzbauweise genutzt werden und mit optimierten Anlagen der Haustechnik verbunden werden. Aufgrund des Forschungsansatzes und zur besseren Überprüfbarkeit der eingesetzten Techniken, wurden die beiden Reihenhauszeilen und das Doppelhaus in unterschiedlicher Bauweise und mit unterschiedlicher Haustechnik erstellt. So kommen beispielsweise Gas-Brennwertkessel mit hohem Wirkungsgrad, Zu- und Abluftanlagen mit Wärmerückgewinnung und Solarkollektoren zur Warmwasserbereitung zum Einsatz. Die Grundrisse der Häuser sind konsequent nach den Himmelsrichtungen ausgerichtet, um Wärmeverluste gering zu halten und Wärmegewinne durch Sonneneinstrahlung optimal auszunutzen. Dächer, Wände und Bodenplatte wurden jeweils hochwärmegedämmt ausgeführt, Zeile 2 wurde komplett in Holzbauweise, Zeile 1 mit massiven Innenwänden und Decken errichtet. Städtebaulich wurde besonders auf die Zonierung der öffentlichen, halböffentlichen und privaten Flächen geachtet. Parken und Erschliessung erfolgt über einen Hof. Dort befindet sich auch die Spielzone, die von der Küche der Wohneinheiten eingesehen werden kann. Auf der Seite der Wohnräume, von der öffentlichen Zone abgewandt, sind die privaten Terrassen und Gärten angeordnet.
OGGERSHEIMER- STRASSE
WOHNHAUS, 1998

Der villenhafte Charakter des grossen zweieinhalbgeschossigen Wohnhauses wird durch die Symmetrie der Front- und Rückfassade und das dominante radiale Treppenhaus unterstrichen. Die Hauptwohnräume sind zum westlichen Garten hin orientiert. Auf dem kompakten Baukörper wurde die Dachfläche in Form einer Laterne herausgehoben, um den Räumen im Dachgeschoss eine optimale Belichtung zu bieten. Es handelt sich bei diesem Gebäude um ein massiv aus Ziegeln gemauertes Haus mit einer Vorhangfassade aus Holz. Das Dachgeschoss ist dagegen eine reine Holzkonstruktion mit einer zwanzig Zentimeter starken Dämmschicht aus Zelluloseflocken. Holzfenster mit Wärmeschutzverglasung und eine wärmebrueckenfreie Anbringung von Anbauteilen schaffen eine sehr gute Dämmung der Aussenhülle. Ein Gas-Brennwertkessel mit Niedrigtemperaturheizung versorgt Röhrenradiatoren und Fussbodenheizung in den Bädern. Ein Sonnenkollektor erwärmt den Trinkwasserspeicher und den Pufferspeicher zur Unterstützung der Heizanlage. Eine Lüftungsanlage verorgt Wohnräumen und Schlafräumen mit Frischluft. Die Regenwassersammelanlage mit einem zweiten Wasserkreislauf für die Toilettenspühlung, die Waschmaschine und die Gartenbewässerung ergänzt die ökologischen Massnahmen.

 
 
 
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