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| BERLIN, 2002 |
Landesarchiv
Berlin-Eichborndamm
2001-2002
Diese historische Industrieanlage besitzt eine sehr wechselhafte
Geschichte, mit der im Laufe der Zeit die unterschiedlichsten baulichen Veränderungen
und Erweiterungen einhergingen. Der Bürotrakt und die Shedhallen der
Kugellagerfabrik wurde 1906 durch die nach Berlin umgesiedelte Deutsche Waffen-
und Munitionsfabriken errichtet. 1912 fand eine weitere Erweiterung statt,
die Hallen wurden nun von mit rot verblendeten Bürotrakten dreiseitig
umschlossen. Nach dem ersten Weltkrieg wechselte die Gesellschaft ihren Namen,
Teile der Anlage wurden von General Motors genutzt, bis mit dem dritten Reich
sich wieder mehrere Rüstungsbetriebe ansiedelten. Nach dem zweiten Weltkrieg
verlegte man sich auf den Waggonbau und produzierte dort Personen-und Güterwagons.
Die Shedhallen wurden zwischenzeitlich abgerissen und teilweise durch eine
neuere Konstruktion ersetzt. Nach Aufgabe der Produktion stand die Anlage
leer und verfiel. Vor zwei Jahren wurde dann entschieden, dort das deutsche
Landesarchiv anzusiedeln. Die repräsentativen Bürotrakte werden
nun saniert und in ihren Orginalzustand zurückversetzt, soweit dies möglich
ist, um das umfangreiche Raumprogramm für öffentlich und nichtöffentlich
Nutzungen aufzunehmen.
Die Hallen werden renoviert und umgebaut um dort die wertvollen Bestände
des Landesarchivs lichtgeschützt und klimatisiert lagern zu können
und so den Ansprüchen moderner Archivierungstechnik zu genügen.




